Familie Ernst Basler - Stiftung
Die Familie Ernst Basler stammt aus dem Dorf Thalheim an der Thur im Kanton Zürich, wo sie seit 1333 ansässig ist. Berufliche Gründe haben Ernst und Heidi Basler veranlasst, aus ihrer Heimatgemeinde wegzuziehen und in Zollikon Wohnsitz zu nehmen. Dieser Ortswechsel hat dem Stifter bewusst gemacht, wie kostbar eine lokale Verwurzelung sein kann. Sie gab ihm eine solide Vertrauensbasis, aus welcher Gestaltungskraft und Zuversicht erwuchsen.
In seinem autobiografischen Buch "Erinnerungen eines Firmengründers" (2009) äussert er sich hierzu wie folgt: "Je mehr ich mich in meine Lebensgeschichte vertiefe, umso augenfälliger werden die Bezüge zu meiner Herkunft. Es wird mir bewusst, wie viele meiner späteren Handlungen den Träumen und Sehnsüchten meiner Jugendzeit entspringen. Gleichzeitig gab mir das Vertraute in der dörflichen Gemeinschaft ein Fundament für späteres Gestalten. Selbst die Bereitschaft, Fremdem unvoreingenommen zu begegnen, ist im jugendlichen Urvertrauen begründet."
Schon Ende der 1960er Jahre hat der Stifter die entscheidende Rolle einer nachhaltigen Entwicklung erkannt und diesen Begriff in der Schweiz als erster verwendet. Nachhaltigkeit zielt auf den zentralen Schutz einer lebensfreundlichen Biosphäre. Der Stifter hat zudem früh erkannt, dass in einem beschränkten Raum exponentielles materielles Wachstum auf Dauer nicht möglich ist. Und dass der Mensch so zahlreich und mächtig geworden ist, dass er mehr und mehr in der Lage ist, bleibende globale Veränderungen (z.B. Klimawandel, Biodiversität) anzustossen, wie sie in der Natur vorkommen. In dieser Perspektive wird die Menschheit zu einer Schicksalsgemeinschaft. Sie ist Teil einer Generationenkette, welche in der Vergangenheit verwurzelt ist und ihre Zukunft noch finden muss. So zeigt sich Familiengeschichte im Lichte des grossen Bemühens, das anvertraute Erbe − die Erde − zu bewahren, um der Menschheit eine lebenswürdige Zukunft zu sichern.
Zum Dank für die prägende Jugendzeit möchte der Stifter seiner politischen Heimatgemeinde und ihrer weiteren Umgebung etwas zurückgeben. Es geschieht dies nach der Losung "Für eine Heimat, wie wir sie uns wünschen". Der Stifter hofft, dass auch spätere Generationen die Verbundenheit mit ihrer Heimat und der natürlichen Umwelt pflegen.